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1. Praktiker*innentag der LAG TäHG BW: Fachlicher Austausch und neue Herausforderungen

Fachlicher Austausch auf dem 1. Praktiker*innentag der LAG TäHG BW e.V.

21 Praktikerinnen aus der Täterinnenarbeit bei häuslicher Gewalt kamen am 15. Oktober 2026 zum gemeinsamen Praktikerinnentag der LAG Täterinnenarbeit Häusliche Gewalt Baden-Württemberg zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle gesetzliche Entwicklungen, neue Anforderungen an die Beratungspraxis und der fachliche Austausch zwischen den Beratungsstellen.


Ein Schwerpunkt war die Auseinandersetzung mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Täter*innenarbeit. Diskutiert wurden insbesondere die Änderungen des Polizeigesetzes Baden-Württemberg mit der neuen Möglichkeit einer polizeilich angeordneten Gewaltpräventionsberatung, das Gewalthilfegesetz, das Gewaltschutzgesetz sowie die geplanten Reformen des Kindschaftsrechts. Dabei ging es vor allem um die Auswirkungen auf die praktische Arbeit mit gewaltausübenden Personen.


Neben den fachlichen Impulsen bot der Praktiker*innentag Raum für methodische Übungen und kollegialen Austausch. In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit aktuellen Herausforderungen ihrer Beratungsarbeit, bestehenden Kooperationen, der Zusammenarbeit mit gewaltbetroffenen Personen sowie ihren Erwartungen an die LAG.


Ein zentrales Thema war die Frage, wie die neuen gesetzlichen Möglichkeiten in wirksame, opferschutzorientierte Täter*innenarbeit übersetzt werden können. Dafür braucht es fachliche Standards, funktionierende Kooperationsstrukturen und ausreichend ausgestattete Beratungsangebote.


Der Praktiker*innentag unterstrich die Bedeutung des landesweiten fachlichen Austauschs. Die LAG TäHG BW versteht sich dabei als Plattform für Vernetzung, fachliche Weiterentwicklung und die gemeinsame Gestaltung einer wirksamen Gewaltprävention in Baden-Württemberg. Eine Wiederholung ist für 2027 geplant

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