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Gewalt verhindern, bevor sie eskaliert!

Die Tötung einer 36-jährigen Frau in Offenburg und der lebensgefährliche Angriff auf eine 47-jährige Frau im Stuttgarter Einkaufszentrum Milaneo erschüttern – einmal wieder. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Menschen, die ihnen nahestehen. Beide Fälle führen erneut mit großer Dringlichkeit vor Augen: Gewalt gegen Frauen entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie muss frühzeitig erkannt, konsequent unterbrochen und nicht nur Schutzmaßnahmen auf Seiten der Betroffenen ergriffen, sondern insbesondere auf Seiten der gewaltausübenden und gefährdenden Personen effektiv und nachhaltig bearbeitet und abgestellt werden.
Der Fall in Offenburg zeigt besonders deutlich, wie wichtig eine frühzeitige Gefährdungsanalyse und konsequente Intervention beim Täter ist. Nach den bislang bekannten Informationen hatte die später getötete Frau den mutmaßlichen Täter mehrfach angezeigt, un-ter anderem wegen Stalkings. Nach Angaben der Polizei fanden wiederholt Gefährderan-sprachen statt. Oft fehlten aber auch Personalkapazitäten, um in akuten Situationen eine Streife zu schicken. 2025 wurde ein Strafverfahren gemäß § 153a Abs. 2 StPO gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt, statt dem Täter zur Auflage zu machen, binnen sechs Monaten einen Nachweis darüber zu erbringen, dass er über eine Täterarbeitseinrichtung sein Verhalten effektiv bearbeitet.

